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Auf der Suche nach dem “Orgasmus-Hormon”

 Der LifeGen.de - Buchtipp zum Thema. Gabriele und Rolf Froböses Buch Lust und Liebe - alles nur Chemie? Foto: wiley-vchLifeGen.de, Melbourne. Richard Ivell, Professor am Institut für Hormonforschung der Universität Melbourne, hat sich viel vorgenommen, denn gemeinsam mit seinen Kollegen möchte er Licht ins Dunkel der Schlafzimmer bringen. “Wir wollen ergründen, wie die Chemie der Leidenschaft funktioniert”, sagt er. Und bei dieser außergewöhnlichen Suche stiessen sie auf ein uraltes Hormon – das Oxytocin. Rein wissenschaftlich betrachtet ist Oxytocin ein zyklisches Peptid, das im Hirn von allen Säugetieren produziert wird. Wenn es über die Blutbahnen in den Körper gelangt, bewirkt es die Kontraktion der glatten Muskulatur, etwa wenn sich beim Orgasmus bei der Frau die Gebärmutter oder beim Mann der Samenleiter rhythmisch zusammenzieht. In den vergangenen Jahren haben Ivell und seine Kollegen ergründet, an welchen Stellen des menschlichen Körpers Oxytocin freigesetzt wird. Um die Frage zu beantworten, mussten die Forscher den gesamten Organismus “screenen”, indem sie verschiedene Gewebeproben mit speziellen Lösungen anfärbten und die Ergebnisse hinterher unter dem Mikroskop auswerten. “Tatsächlich fanden wir, dass das Hormon nicht nur im Gehirn, sondern auch in den Eierstöcken, der Prostata und den Hoden gebildet wird”, unterstreicht er. von Rolf Froböse


Als Liebes- und Wohlfühlhormon, so Ivell, werde Oxytocin bei zarten oder angenehmen Berührungen, vor allem aber bei sexueller Erregung in ziemlich großen Mengen aktiv. Einen kräftigen Schub des Hormons produziere das Gehirn nach dem Orgasmus und sorge auf diese Weise für ein Gefühl tiefer Geborgenheit. Ivell im Klartext: “Es dürfte am Oxytocin liegen, dass sich selbst der schlimmste Beziehungsstress oftmals nach einem erfolgreichen Schäferstündchen wieder abkühlt”. Manche Männer fragen sich, warum Frauen nach dem sexuellen Höhepunkt noch eine Weile kuscheln möchten? “Ganz einfach”, kommentiert Ivell, “das beim Orgasmus ausgeschüttete Sexualhormon Oxytocin läßt Frauen in eine eigene Welt der intensiven Gefühle eintauchen, in ein Paradies der größtmöglichen Nähe und Verbundenheit, in dem sie möglichst lange verweilen möchten.”

Experte Ivell hat auch die weitaus schwierigere Frage zu klären versucht, in welcher Form Oxytocin einen Einfluß auf die Gefühlswelt hat. Mit Gewebeproben kommt man hier nicht weiter. Statt dessen entschied sich Ivell für einen indirekten Nachweis. In einer Studie liessen sich Studenten, die sich als Freiwillige für einen Test gemeldet hatten, zunächst ihr Blut untersuchen. Danach wurden sie aufgefordert, zu masturbieren. Eine erneute Blutkontrolle, die nach erfolgtem Orgasmus vorgenommen wurde, bestätigte die Vermutung: Der Oxytocingehalt des Blutes war bei allen Teilnehmern um ein Mehrfaches angewachsen. “Es erfolgte ein regelrechter Oxytocinstoß ins Blut”, erläutert Ivell.

Das eigentlich verblüffende und entscheidende Resultat wurde mit der gleichen Gruppe jedoch bei einem nachfolgenden Termin erzielt. Auch diesmal wurden die Freiwilligen gebeten, im Dienste von Wissenschaft und Forschung zu masturbieren. Allerdings bekamen sie vorab einen Oxytocin-Blocker verabreicht – ein Medikament also, welches die Oxytocinproduktion gezielt hemmt. Als die Studenten anschließend befragt wurden, ob sie einen Unterschied verspürt hätten, berichteten sie übereinstimmend, dass rein körperlich zwar alles normal gewesen sei, es ihnen im Gegensatz zur ersten Sitzung aber überhaupt keine Freude bereitet habe.

“Was den Männern recht ist, ist den Frauen billig”, sagte sich die amerikanische Psychologin Mary Carmichael von der Stanford Universität in Kalifornien. In einer aktuelle Studie hatte die Wissenschaftlerin mit Hilfe von Venenkathedern Studien über den Oxytocin-Spiegel während des Orgasmus von Frauen und Männern untersucht. Dabei stiess sie auf ein überraschendes Ergebnis: So stellte sich heraus, dass der Spiegel während der Selbststimulation bei Frauen höher als bei Männern war. Desweiteren erreichten Frauen, die zu multiplen Orgasmen befähigt waren, während des zweiten Orgasmus ein höheres Level.

Ist Oxytocin demnach eine Art “Amuse Gueule” unter den Hormonen, welches “Appetit auf Sex” macht? “Ja – aber nicht nur das,” stellt Forscher Ivell klar. Vielmehr sei Oxytocin ein ganz erstaunliches Molekül, welches überall dort zum Tragen komme, wo es um Partnerschaft gehe. So habe es bereits zahllose Versuche mit Oxytocin an Tieren gegeben. Wenn zum Beispiel Hühnern oder Tauben Oxytocin injiziert werde, würden die Tiere binnen einer Minute balzen, ihre Kämme bearbeiten oder sich sogar bespringen. Eine verblüffende soziale Komponente des Hormons offenbare sich dagegen, wenn man es in das Gehirn von “jungfräulichen” Ratten injiziere. “Legt man diesen Tieren anschließend rattenähnliche Attrappen hin, so beginnen sich die weiblichen Ratten um die Puppen zu kümmern und wie Mütter zu verhalten”, berichtet Ivell.

Buchtipp:

Wer mehr über das Thema erfahren möchte, dem sei das Buch von Gabriele und Rolf Froböse Lust und Liebe - alles nur Chemie? empfohlen. Es ist im Weinheimer Wiley-VCH Verlag erschienen und kostet EUR 24,90.

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