zur Startseite WORST CASE. Das Buch.
zur Startseite
zur Startseite



Interview: vfa Pharmabranche im Gespräch mit LifeGen.de

Währungsreform: Bundesbank-Präsident beantwortet keine Fragen

BP Ölpest: Alle News

Vulkanausbruch Island: Alle News zur Aschewolke - laufend aktualisiert. Volcanic Ash Cloud News

Swine Flu H1N1: Alle News zur Schweinegrippe - laufend aktualisiert

Bundesrepublik stellt sich auf massiven Anstieg der Inflation ein

H5N1 out of control: Labs under bioterrorist and pandemic threat

SPECIAL REPORT: Barack Obama under nuclear threat

Energiekrise: Wasserstoff macht Benzin und Diesel überflüssig

Klimawandel: Norddeutschland droht auf 430 Kilometern Länge in den Fluten zu versinken

Interview: Ein Quantencode bestimmt unser Leben nach dem Tod

REPORT: Iraq’s secret suppliers

Codierte Nano-Drähte entlarven Biowaffen

Neuromarketing nimmt Kinder ins Visier

Gefahren aus der Zwergenwelt

Auf der Suche nach dem Orgasmus-Hormon

Online-Shops: Samenspender aus dem Internet

Interview mit Prof. Rudi Balling, GBF

Die Jagd auf das 1000-Dollar Genom

Jens Reich im Gespräch mit LifeGen.de

Pflanzenviren auf dem Vormarsch

Chinas unaufhaltsamer Biotech-Aufstieg

Functional Food im Gartenbau:
Obst und Gemüse zwischen Hoffnung und Kommerz


LifeGen.de® ist eine Publikation der
LIFEGEN.DE LTD

Impressum

ONLINE WERBUNG

AGB

(c) 2001-2010 für alle Beiträge bei LifeGen.de®


Dieser Artikel ist kostenlos.

weitere kostenlose Artikel

Phenylethylamin löst romantische Liebesgefühle aus

Melbourne – Ist die erste Phase der Liebe nichts weiter als ein „narkotisierter Wahrnehmungszustand“? Die von uns als Verliebtheit oder Anziehung bezeichnete heftige Gefühlsregung beginnt mit einer chemischen Substanz namens Phenylethylamin (PEA), die in kleinen Mengen sowohl im Bittermandelöl als auch in Schokolade enthalten ist. Diese These vertritt der australische Chemiker Dr. Peter Godfrey von der Monash-Universität in Melbourne. Seine Untersuchungen an frisch verliebten studentischen Probanden offenbarten übereinstimmend verräterisch erhöhte PEA-Werte im Blut. „Offenbar ist dieses kleine Molekül unter anderem für die feuchten Hände der Verliebten, für den Kloß im Hals und die viel zitierten Schmetterlinge im Bauch verantwortlich“, zieht Godfrey Bilanz. von Rolf Froböse


Unterstützung findet Godfreys revolutionäre These durch Untersuchungen des Amerikaners Professor Arthur Aron von der New Yorker Universität in Stonybrook. „Liebe macht blind, und hierfür ist vor allem PEA verantwortlich“, argumentiert er. Aron betrachtet das körpereigene Hormon sogar als Auslöser der romantischen Liebe, was aus der Sicht des Chemikers schon reichlich erstaunlich ist. Warum soll ausgerechnet Phenylethylamin – in konzentrierter Form eine ölige und nach Fisch und Ammoniak riechende Flüssigkeit – für Verliebte wie ein „Fahrstuhl in den Siebten Himmel“ wirken?

Eine plausible Erklärung liefert die chemische Struktur des PEA-Moleküls. Obwohl es sich um eine relativ einfache Verbindung handelt, ist sie als Grundgerüst in zahlreichen halluzinogenen Drogen enthalten. Erste Hinweise auf eine starke psychogene Wirkung des PEA förderte eine britische Studie zu Tage. Diese zeigte, daß depressive Menschen oftmals eine unterdurchschnittliche Konzentration an PEA im Blut aufweisen. Umgekehrt zeigten nachfolgende Untersuchungen, daß die Konzentration an PEA nach körperlicher Betätigung um durchschnittlich 77 Prozent in die Höhe schnellte, was wiederum mit positiven Begleiterscheinungen für die Psyche verbunden war. Doch nicht nur das: Untersuchungen bei Fallschirmspringern zeigten signifikant erhöhte PEA-Werte nach einem Absprung. Auch nach einer Fahrt mit der Achterbahn ließen sich erhöhte PEA-Werte nachweisen. Dies trifft anscheinend auch für die „Achterbahn der Gefühle“ zu, denn für einen Anstieg der PEA-Werte können der Studie zufolge sogar sexuelle Stimulierungen – sei es bei der Lektüre von Liebesromanen oder erotischen Tagträumereien – verantwortlich sein.

Godfrey denkt daher bereits an den nächsten Schritt. „Eines Tages könnte es möglich sein, synthetische Drogen herzustellen, die uns die Euphorie der ersten Liebe vorgaukeln“, prophezeit er. Allerdings denkt er nicht daran, sich an derartigen Versuchen maßgeblich zu beteiligen. „Wir denken eher an die Potenziale dieses Hormons im medizinischen Bereich”, unterstreicht der Wissenschaftler. So gebe es Hinweise, daß PEA zur Therapie motorischer Störungen wie bei der Parkinsonschen Krankheit eingesetzt werden könnte. Die Untersuchungen seien aber längst noch nicht abgeschlossen.

Erste Ergebnisse gibt es hingegen bei der Therapie so genannter „attraction junkies“. Das sind liebessüchtigen Menschen, die sich nichts sehnlicher als eine Beziehung wünschen und sich von einer Affäre in die andere stürzen. Ähnlich wie Drogenabhängige leiden sie häufig unter Depressionen. US-Psychiater vermuten bei liebeskranken Menschen eine Störung im Leitungsnetz der Gefühle, vor allem ein Verlangen nach PEA. Sie verabreichten einigen Patienten Monoaminoxidase (MAO)-Inhibitoren, eine Gruppe von Antidepressiva, welche die rasche Aufspaltung von PEA im Körper verhindern und damit die PEA-Spiegel im Blut erhöhen. Die Ergebnisse waren vielversprechend: Patienten die mehrwöchig mit diesen MAO-Inhibitoren behandelt wurden, begannen ihre Partner sorgfältiger auszuwählen und konnten sogar ohne Partner wieder glücklich sein. Doch so rauschhaft die Wirkung der körpereigenen Droge auch sein mag, sie hält nicht lebenslang an. „Nach spätestens zwei bis vier Jahren gewöhnen sich die Nervenenden im Gehirn an die erhöhten PEA-Werte“, versichert Professor Aron. Der Reiz klinge ab und die Phase der Verliebtheit sei – zumindest neurochemisch betrachtet – vorüber. „Für manche ist es das Ende der Liebe und Langeweile setzt ein – für andere ist es aber erst der Anfang”, versichert der polnische Chemiker Professor Janusz Wisniewski von der Universität Warschau. Seiner Meinung zufolge verkörpert diese Phase einer Partnerschaft den Übergang von romantischer Liebe zum komplexen Glück einer gereiften Beziehung.

Die New Yorker Anthropologin Helen Fisher weist dem PEA-Hormon wiederum im Rahmen der Evolutionsgeschichte eine wichtige Rolle zu. „Seine Wirkungsdauer hält ein Paar so lange zusammen, bis ein Kind die schwierigen ersten Jahre überstanden hat“, argumentiert die Wissenschaftlerin. So würden bei archaischen Völkern wie den australischen Aborigines, den Eskimos und den Amazonas-Indianern die meisten Kinder tatsächlich im Abstand von vier Jahren geboren. Andererseits steige laut einer Untersuchung in 61 Kulturen der heutigen Welt die Scheidungsrate bis zu einem Gipfel um das vierte Ehejahr an und fälle danach wieder ab. Inwieweit sich Schokolade als schmackhafter PEA-Lieferant segensreich auswirken könnte, darüber schweigt sich die Anthropologin allerdings aus.

Buchtipp:

Wer mehr über das Thema erfahren möchte, dem sei das Buch von Gabriele und Rolf Froböse „Lust und Liebe – alles nur Chemie?“ empfohlen. Es ist im Weinheimer Wiley-VCH Verlag erschienen und kostet EUR 24,90.

Lesen Sie dazu auch:

(2006-03-27) MRT erlaubt Einblick in das Zentrum der Gefühle
(kostenloser Artikel)

(2006-03-24) Online-Shops: Samenspender aus dem Internet
(kostenloser Artikel)

(2006-03-19) Auf der Suche nach dem “Orgasmus-Hormon”
(kostenloser Artikel)

(2006-03-13) REPORT: Mikrosysteme als Lebensretter

(2005-06-02) Schweizer Forscher entdecken vertrauensbildendes Hormon


(2006-05-02)

Für den Volltext-Zugang zu unseren Inhalten bitte mit Ihrem Usernamen/Passwort hier einloggen, wenn Sie bereits zahlender Abonnent von LifeGen.de sind.

Username:

Passwort:


Passwort vergessen?

Falls Sie kein zahlender Abonnent sind, dann können Sie unseren ClickandBuy Service nutzen.
     
Bestellen Sie unseren KOSTENLOSEN Newsletter mit dem Nachrichten-Überblick

daily news for the life sciences !
anmelden abmelden



LifeGen.de als
RSS Feed
an dieser Stelle

Translated by Google

LifeGen.de in English

LifeGen.de in Russian






Bookmark Buttons

Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: BoniTrust Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Seekxl Bookmark bei: Kledy.de Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Publishr Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Power Oldie Bookmark bei: Bookmarks.cc Bookmark bei: Favit Bookmark bei: Bookmarks.at Bookmark bei: Newsider Bookmark bei: Linksilo Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Facebook Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: Yahoo Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Technorati Information



follow lifegen at http://twitter.com



About LifeGen.de
Our reports predicted major events: the new pandemic, social riots, a rising bioterrorist threat and Barack Obama as President. We move markets by delivering hard facts. The special interest online-magazine LifeGen.de reaches more than 270.000 unique users every year coming from 146 countries worldwide (Data provided by Google Analytics (TM)). The magazine is read by the scientific community, by members of political institutions and by major public media. LifeGen.de was founded in 2001 an is considered to be one of Europes most important lifescience Online-Magazines. More than 8000 articles can be found at the German Business Information (GENIOS). So get involved - and become our lead investor for expanding LifeGen.de to a global player.



Unsere Suchmaschine unterscheidet zwischen Groß- und Kleinschreibung. Um die gefundenen Artikel kostenlos lesen zu können, benötigen Sie ein Abonnement . Alternativ können Sie auch den Service von ClickandBuy nutzen und die Texte einzeln bzw. im Rahmen des Jahres-Tickets erwerben. Die kostenlose Volltextsuche können Sie auch über GENIOS German Business Information starten.


Deutscher Ethikrat
GOOGLE Web Directory Biochemie
MPI Molekulare Genetik Library
Datenbank-Infosystem
(DBIS)

Universitätsklinikum
Heidelberg

Universitätsklinikum Gießen
Universitätsbibliothek Bochum
Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED)
Deutsches Institut für
Medizinische Dokumentation
und Information
DIMDI

GENIOS - German Business Information
Trust for America's Health
(TFAH)

Net News Global
Transparency International
Deutschland e.V.

Artikel bei
SPIEGEL ONLINE

Arzneimittel - Wenn Kinder keinen Gewinn versprechen

Kollaps des Rentensystems

PARTNER

Zugang zur
MediaClinic



cover