zur Startseite WORST CASE. Das Buch.
zur Startseite
zur Startseite



Interview: vfa Pharmabranche im Gespräch mit LifeGen.de

Währungsreform: Bundesbank-Präsident beantwortet keine Fragen

BP Ölpest: Alle News

Vulkanausbruch Island: Alle News zur Aschewolke - laufend aktualisiert. Volcanic Ash Cloud News

Swine Flu H1N1: Alle News zur Schweinegrippe - laufend aktualisiert

Bundesrepublik stellt sich auf massiven Anstieg der Inflation ein

H5N1 out of control: Labs under bioterrorist and pandemic threat

SPECIAL REPORT: Barack Obama under nuclear threat

Energiekrise: Wasserstoff macht Benzin und Diesel überflüssig

Klimawandel: Norddeutschland droht auf 430 Kilometern Länge in den Fluten zu versinken

Interview: Ein Quantencode bestimmt unser Leben nach dem Tod

REPORT: Iraq’s secret suppliers

Codierte Nano-Drähte entlarven Biowaffen

Neuromarketing nimmt Kinder ins Visier

Gefahren aus der Zwergenwelt

Auf der Suche nach dem Orgasmus-Hormon

Online-Shops: Samenspender aus dem Internet

Interview mit Prof. Rudi Balling, GBF

Die Jagd auf das 1000-Dollar Genom

Jens Reich im Gespräch mit LifeGen.de

Pflanzenviren auf dem Vormarsch

Chinas unaufhaltsamer Biotech-Aufstieg

Functional Food im Gartenbau:
Obst und Gemüse zwischen Hoffnung und Kommerz


LifeGen.de® ist eine Publikation der
LIFEGEN.DE LTD

Impressum

ONLINE WERBUNG

AGB

(c) 2001-2010 für alle Beiträge bei LifeGen.de®


Dieser Artikel ist kostenlos.

weitere kostenlose Artikel

Sexualakt verwandelt Körper in Pharmafabrik

 Der LifeGen.de - Buchtipp zum Thema. Gabriele und Rolf Froböses Buch Lust und Liebe - alles nur Chemie? Foto: wiley-vchLifeGen.de, Paris – „Unser Gehirn ist eine Mohnpflanze, die weißleuchtend blüht und Opium sezerniert, um unsere Schmerzen zu lindern“, so hat es der französische Neurophysiologe Professor Dr. Jean-Didier Vincent einmal formuliert. Seiner Meinung zufolge ist jeder Mensch ein „Drogenproduzent“ und „Drogenkonsument“ zugleich – und zwar völlig legal und obendrein kostenfrei. Zu „verdanken“ haben wird diese schiere Unglaublichkeit einer außergewöhnlichen Entdeckung, die im Jahre 1974 den beiden amerikanischen Wissenschaftler Solomon Snyder und Candace Pert an der John Hopkins Universität in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland gelang. Snyder und Pert stellten fest, dass das menschliche Nervensystem über spezielle Rezeptoren verfügt, in die Opiate wie ein Schlüssel ins Schloss passen. Nahezu zeitgleich fanden die schottischen Forschern John Hughes und Hans Kosterlitz, dass das menschliche Gehirn selber in der Lage ist, opiatähnliche Substanzen zu produzieren. Diese werden als Endorphine bezeichnet. von Dr. Rolf Froböse


Auf diesen Erkenntnissen aufbauend tritt der Pariser Gynäkologe Dr. Michel Odent, der sich weltweit als Guru der natürlichen Geburt einen Namen gemacht hat, jetzt mit einer revolutionären These an die Öffentlichkeit. Odent will herausgefunden haben, dass bei Kopfweh nicht immer gleich eine Tablette geschluckt werden muss. „Ein guter Beischlaf tut´s auch“, versichert der Franzose.

Wie das funktionieren soll, erläutert der Wissenschaftler wie folgt: „Jede Episode des sexuellen Lebens wird von der Ausschüttung morphinähnlicher Substanzen begleitet. Diese Stoffe seien gleichzeitig Hormone des Vergnügens und natürliche Schmerzkiller. Die Ausschüttung von Endorphinen während der Kopulation von Säugetieren sei gründlich dokumentiert. „Zum Beispiel ist der -Endorphinspiegel im Blut von Hamstern nach ihrer fünften Ejakulation 86 mal höher als der von Tieren einer Kontrollgruppe gewesen“, erläutert Odent.

Auch die Ausschüttung von Endorphinen während der Wehen und der Geburt sei inzwischen bei Menschen bestätigt worden. „Die Freisetzung von Endorphinen während der Geburt gibt mir die Gelegenheit zu betonen, dass Ende des 20. Jahrhunderts Studien über Schmerz nicht von Studien über Lust getrennt werden können“, sagt Odent. Vielmehr gebe es ein einheitliches System, das uns vor Schmerz schütze und zugleich auch Vergnügen bereite. Während des Geburtsprozesses setze das Baby seine eigenen Endorphine frei, so dass in den Stunden nach der Geburt Mutter und Baby von Opiaten erfüllt seien. Da Opiate Abhängigkeit hervorrufen, und Mutter und Baby eng beinahe sind ohne bereits ihre Opiate eliminiert zu haben, ist der Anfang einer Abhängigkeit oder Bindung gemacht.

Wenn Sexualpartner sich einander näherten, so Odent weiter, seien auch sie von Opiaten erfüllt. Auf diese Weise werde eine andere Art der Abhängigkeit kreiert, die exakt dem gleichen Modell folge wie die Bindung zwischen Mutter und Kind. Aber auch beim Säugen seien Endorphine beteiligt. Denn Säugen sei ein für das Überleben von Säugetieren essentieller Vorgang, und die Natur habe diesbezüglich ein komplexes Belohnungssystem geschaffen.

Odent zufolge ist unser Kenntnisstand über Endorphine immer noch relativ neu. „Erst wenn wir die veröffentlichten wissenschaftlichen Daten bezüglich der Endorphine in vollem Umfang verstanden haben, werden wir auf einer neuen Grundlage unter anderem Themen wie die Verbindung von Lust und Schmerz, masochistischem und sadistischen Verhalten, die Philosophie des Leidens, religiöse Ekstase usw. besser verstehen“, versichert Odent. Oxytocin, das Liebeshormon, und die Endorphine, als Hormone des Vergnügens, seien Teil einer komplexen hormonellen Balance.

Im Falle einer plötzlichen Freisetzung von Oxytocin, könne zum Beispiel auch das Bedürfnis zu lieben je nach hormoneller Balance in verschiedene Richtungen gelenkt werden. Wenn eine Frau zum Beispiel beim Stillen einen hohen Level an Prolactin habe, tendiere sie dazu, ihre Liebe auf ihr Baby zu richten. Wenn eine Frau hingegen einen niedrigen Level an Prolactin habe, was dann der Fall ist, wenn sie nicht stillt, würde sie ihre Liebesgefühle bevorzugt auf ihren Sexualpartner richten.

Die Frage lautet, weshalb die Natur „Pseudo-Opiate“ schuf? Ihr Sinn liegt auf der Hand: Sie helfen uns, Streß-Situationen – ganz gleich welcher Natur – zu meistern. So sind Endorphine auch in der Lage, Hochgefühle wie Glück, Freude oder gar Euphorie auszulösen. Der Endorphingehalt im Blut einer gebährenden Frau liegt beispielsweise um den Faktor zehn über dem Normalwert – die körpereigene Chemie findet also einen Weg, um Mutter und Kind den Geburtsvorgang überstehen zu lassen.

In ganz ähnlicher Weise helfen die „Pseudo-Opiate“ auch in anderen extremen Situationen. So bemerken wir in Notsituationen kleinere Wunden nicht einmal, die uns unter normalen Umständen Schmerzen bereiten würden. Ein bekanntes Phänomen ist das eigenartige Glücksgefühl, von dem Marathonläufer immer wieder berichten. Es kommt einer Art natürlichem „Doping“ gleich.

Buchtipp:

Wer mehr über das Thema erfahren möchte, dem sei das Buch von Gabriele und Rolf Froböse Lust und Liebe - alles nur Chemie? empfohlen. Es ist im Weinheimer Wiley-VCH Verlag erschienen und kostet EUR 24,90.

Lesen Sie dazu auch:

(2006-01-09) REPORT
Glückliche Beziehungen stärken das Immunsystem


(2005-06-02) Fantastische Reise durch die Chemie der Liebe

(2005-04-04) Was heiße Küsse mit der Chemie verbindet


(2006-07-21)

Für den Volltext-Zugang zu unseren Inhalten bitte mit Ihrem Usernamen/Passwort hier einloggen, wenn Sie bereits zahlender Abonnent von LifeGen.de sind.

Username:

Passwort:


Passwort vergessen?

Falls Sie kein zahlender Abonnent sind, dann können Sie unseren ClickandBuy Service nutzen.
     
Bestellen Sie unseren KOSTENLOSEN Newsletter mit dem Nachrichten-Überblick

daily news for the life sciences !
anmelden abmelden



LifeGen.de als
RSS Feed
an dieser Stelle

Translated by Google

LifeGen.de in English

LifeGen.de in Russian






Bookmark Buttons

Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: BoniTrust Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Seekxl Bookmark bei: Kledy.de Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Publishr Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Power Oldie Bookmark bei: Bookmarks.cc Bookmark bei: Favit Bookmark bei: Bookmarks.at Bookmark bei: Newsider Bookmark bei: Linksilo Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Facebook Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: Yahoo Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Technorati Information



follow lifegen at http://twitter.com



About LifeGen.de
Our reports predicted major events: the new pandemic, social riots, a rising bioterrorist threat and Barack Obama as President. We move markets by delivering hard facts. The special interest online-magazine LifeGen.de reaches more than 270.000 unique users every year coming from 146 countries worldwide (Data provided by Google Analytics (TM)). The magazine is read by the scientific community, by members of political institutions and by major public media. LifeGen.de was founded in 2001 an is considered to be one of Europes most important lifescience Online-Magazines. More than 8000 articles can be found at the German Business Information (GENIOS). So get involved - and become our lead investor for expanding LifeGen.de to a global player.



Unsere Suchmaschine unterscheidet zwischen Groß- und Kleinschreibung. Um die gefundenen Artikel kostenlos lesen zu können, benötigen Sie ein Abonnement . Alternativ können Sie auch den Service von ClickandBuy nutzen und die Texte einzeln bzw. im Rahmen des Jahres-Tickets erwerben. Die kostenlose Volltextsuche können Sie auch über GENIOS German Business Information starten.


Deutscher Ethikrat
GOOGLE Web Directory Biochemie
MPI Molekulare Genetik Library
Datenbank-Infosystem
(DBIS)

Universitätsklinikum
Heidelberg

Universitätsklinikum Gießen
Universitätsbibliothek Bochum
Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED)
Deutsches Institut für
Medizinische Dokumentation
und Information
DIMDI

GENIOS - German Business Information
Trust for America's Health
(TFAH)

Net News Global
Transparency International
Deutschland e.V.

Artikel bei
SPIEGEL ONLINE

Arzneimittel - Wenn Kinder keinen Gewinn versprechen

Kollaps des Rentensystems

PARTNER

Zugang zur
MediaClinic



cover