zur Startseite WORST CASE. Das Buch.
zur Startseite
zur Startseite



Interview: vfa Pharmabranche im Gespräch mit LifeGen.de

Währungsreform: Bundesbank-Präsident beantwortet keine Fragen

BP Ölpest: Alle News

Vulkanausbruch Island: Alle News zur Aschewolke - laufend aktualisiert. Volcanic Ash Cloud News

Swine Flu H1N1: Alle News zur Schweinegrippe - laufend aktualisiert

Bundesrepublik stellt sich auf massiven Anstieg der Inflation ein

H5N1 out of control: Labs under bioterrorist and pandemic threat

SPECIAL REPORT: Barack Obama under nuclear threat

Energiekrise: Wasserstoff macht Benzin und Diesel überflüssig

Klimawandel: Norddeutschland droht auf 430 Kilometern Länge in den Fluten zu versinken

Interview: Ein Quantencode bestimmt unser Leben nach dem Tod

REPORT: Iraq’s secret suppliers

Codierte Nano-Drähte entlarven Biowaffen

Neuromarketing nimmt Kinder ins Visier

Gefahren aus der Zwergenwelt

Auf der Suche nach dem Orgasmus-Hormon

Online-Shops: Samenspender aus dem Internet

Interview mit Prof. Rudi Balling, GBF

Die Jagd auf das 1000-Dollar Genom

Jens Reich im Gespräch mit LifeGen.de

Pflanzenviren auf dem Vormarsch

Chinas unaufhaltsamer Biotech-Aufstieg

Functional Food im Gartenbau:
Obst und Gemüse zwischen Hoffnung und Kommerz


LifeGen.de® ist eine Publikation der
LIFEGEN.DE LTD

Impressum

ONLINE WERBUNG

AGB

(c) 2001-2010 für alle Beiträge bei LifeGen.de®


Dieser Artikel ist kostenlos.

weitere kostenlose Artikel

Vorabdruck
Die Einkaufsrevolution - Konsumenten entdecken ihre Macht



Foto: Karl Blessing Verlag Geiz ist geil, und Shoppen macht Spaß. Aber ist Einkaufen wirklich nur ein Privatvergnügen? Oder ist es, aller Werbung und Imagepflege zum Trotz, eine Entscheidung so wichtig wie jede Kanzlerwahl? Interessiert uns wirklich nicht, warum ein handgewebter Teppich 1,95 Euro kostet und wo die vier Euro für den Starbucks-Kaffee landen? Tanja Busse deckt Skandale der modernen Produktion und Preispolitik auf und zeigt, wie der Konsument als gesellschaftliche Macht der Zukunft Einfluss nehmen kann. Im praktischen Teil gibt sie konkrete Tipps, wo und wie verantwortungsvoller Konsum möglich ist. LifeGen.de stellt in einem exklusiven Vorabdruck das neue Buch der bekannten WDR3-Moderatorin vor - und verleiht dem Werk das Prädikat "sehr lesenswert".


"Wenn man mag, kann man es Betrug nennen, wie sich die Waren uns präsentieren: Der Joghurtbecher zeigt Himbeeren, die im Himbeerjoghurt aber fehlen. Und der Nike-Spot zeigt den kleinen Jungen als Ballkünstler, nicht als Fabrikarbeiter, und eine Werbekampagne darf ungestraft behaupten, McDonalds lasse kleine Mädchen als Qualitäts-Scouts seine Pommes-frites-Produktion überwachen. Niemand aber empfindet das als Betrug, weil jeder weiss, dass Werbung Geschichten erzählt und keine Fakten. Was das angeht, ist der Konsument aufgeklärt. Doch wer etwas verkaufen will und dafür wirbt, weiss, dass er der Macht seiner Bilder vertrauen kann. Dass sie wirken, wenn man sie wahrnimmt, auch ohne dass man sie für wahr nimmt. Und also hat der Joghurt ohne Himbeeren sein Image als Himbeerjoghurt, und der schöne neue Pullover sieht aus wie ein schöner neuer Pullover.

Ab und zu ahnt man beim Einkaufen, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht, etwa wenn man bei Ikea einen handgewebten Teppich (60 x 90 cm) für 1,89 Euro entdeckt. (“Liebe Mitarbeiter von Ikea, Sie haben kürzlich in Hamburg-Schnelsen einen handgeknüpften Teppich 60 mal 90 für 1,89 angeboten. Wie viel Lohn haben die Teppichknüpfer für das Knüpfen bekommen?” - “Sehr geehrte Frau Busse, vielen Dank für Ihre Anfrage. Teilen Sie uns mit, wozu Sie die Information benötigen, gerne helfen wir Ihnen weiter. Desweiteren benötigen wir Ihre Anschrift, um Ihnen unsere Umwelt - und Verantwortungsbroschüre zuzusenden. Mit freundlichen Grüßen, IKEA Service-Center.” - “Sehr geehrtes Service-Center, als Ikea-Kundin bin ich an den Herstellungsbedingungen Ihrer Produkte interessiert. Würden Sie mir anders antworten, wenn ich als Journalistin frage?” - Keine Antwort.) Meistens erstickt man sein Unbehagen mit dem Ohnmachtsgefühl, es ohnehin nicht ändern zu können. Und es stimmt ja auch: Wir sind ohnmächtig. Aber nur, solange alle an diese Ohnmacht glauben.

Eigentlich aber wollen wir nicht, dass Näherinnen, während sie uns eine Hose nähen, von einstürzenden Fabrikteilen erschlagen werden - wie im April 2005 in Bangladesch - oder dass Arbeiterinnen, während sie Rosen für unsere Sträuße pflücken, mit Gift überschüttet werden. Eigentlich wollen wir auch keine Mobiltelefone, an denen das Blut von Kindersoldaten klebt und keine Steaks und Taschentücher aus abgeholzten Regenwäldern. Geschähe das unmittelbar vor unseren Augen, wir würden es nicht ertragen. So aber schiebt sich die hippe heile Welt der Werbung zwischen uns und unsere Waren, und die weltweite Arbeitsteilung tut ein weiteres. Wir sehen nicht, wie unsere Kleider in Südostasien genäht werden. Nicht einmal die Leute, die dort wohnen, sehen wie es dabei zugeht, denn viele Textilfabriken liegen hinter hohen Zäunen und werden bewacht. Wir sehen nicht einmal, wie Kühe und Schweine in deutschen Ställen gehalten werden. Wir sehen Hochglanzanzeigen und TV-Spots. Und wir halten es für normal, dass wir von 100 000 weitgehend ungetesteten Chemikalien umgeben sind, von denen einige ziemlich giftig sind.

Dieses Buch versucht, die zerrissene Verbindung zwischen Herstellung und Konsum zu flicken. Es zeigt, dass man sich mit diesen Zuständen nicht abfinden muss, sondern dass wir - die Konsumenten - die Macht haben, die Herstellungsbedingungen unserer Waren zu verändern. Und zwar durch ein Einkaufen, das sich nicht im Privatvergnügen erschöpft, sondern als politische Handlung verstanden wird. Der Soziologe Ulrich Beck, der Entdecker der Risikogesellschaft, hat den politischen Konsumenten in die soziologische Debatte in Deutschland eingeführt. Er bezeichnet ihn als Gegenmacht der globalen Zivilgesellschaft - als eine “bislang kaum entfaltete Gegenmacht” allerdings. Ulrich Beck glaubt: Der schlafende Riese Konsument kann - richtig organisiert - erwachen und den Kaufakt in eine Abstimmung über die weltpolitische Rolle der Konzerne verwandeln. Seine Waffe? Nicht kaufen. Oder: etwas Anderes kaufen. Und während seine Soziologenkollegen vorsichtig einwenden, dass sich Beck seinen politischen Konsumenten vielleicht nur ausgedacht haben könnte, entdeckten ihn plötzlich amerikanische Modezeitschriften wie Elle und Vanity Fair.

Der politische Konsument muss seine passiven Wünsche an die Warenwelt ins Aktive kehren und, statt um Verführung und Coolness zu bitten, muss er fordern: “Verändere dich, sonst kauf ich dich nicht!” Auf diese Weise hat er es als politischer Konsument in der Hand, die globalisierte Wirtschaft nach seinen Maßstäben zu verändern. Wenn er Einkaufen ernst nimmt wie Wählen, wie eine politische Entscheidung, bei der jede Stimme zählt. Und jeder Euro. Nicht allein bei spektakulären Einzelaktionen (gegen Nestlé, weil der Konzern mit seiner Babynahrung Kinder in Afrika gefährdete, gegen Nike, weil das Unternehmen Fußbälle von Kindern zusammen nähen ließ, gegen Shell wegen der Versenkung der Ölplattform Brent Spar), sondern grundsätzlich und ausdauernd. Bei jedem Einkauf.

Das funktioniert, sobald viele mitmachen. Auf veränderte Nachfrage reagieren Unternehmen schneller als auf jeden Gesetzesentwurf. Bloß noch ist der politische Konsument dumm wie ein Stier, der sich von einem Lattenzaun bremsen lässt, weil er nicht weiss, wie stark er ist. Er müsste nur die Augen öffnen, um sich seiner Größe bewußt zu werden. Dann würde er merken, dass er bei jedem Einkauf die Wahl hat und welche Folgen seine Einkäufe hatten. Er müsste merken, dass seine Einkäufe auch jetzt bestimmen, welche Waren gerade auf welche Weise produziert werden und wem das schadet oder nützt. Denn nur weil er Eier von Hühnern aus Käfigen kauft, gibt es Hühner in Käfigen. Weil er billiges Fleisch kauft, gibt es Schweine, die ihr Leben wie Ölsardinen in der Büchse verbringen. Weil er Atomstrom kauft, fährt der Castor durchs Wendland. Weil er beim T-Shirt-Kauf nicht nach Sozialstandards fragt, werden Näherinnen wie Sklavinnen gehalten. Der Umkehrschluß gilt."

Abdruck mit freundlicher Genehmigung der Autorin und des Karl Blessing Verlags

Tanja Busse

Die Einkaufsrevolution
Konsumenten entdecken ihre Macht

Karl Blessing Verlag

Gebundenes Buch, 320 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN-10: 3-89667-312-2
ISBN-13: 978-3-89667-312-1
€ 14,95 [D] / SFr 26,90


(2006-09-28)

Für den Volltext-Zugang zu unseren Inhalten bitte mit Ihrem Usernamen/Passwort hier einloggen, wenn Sie bereits zahlender Abonnent von LifeGen.de sind.

Username:

Passwort:


Passwort vergessen?

Falls Sie kein zahlender Abonnent sind, dann können Sie unseren ClickandBuy Service nutzen.
     
Bestellen Sie unseren KOSTENLOSEN Newsletter mit dem Nachrichten-Überblick

daily news for the life sciences !
anmelden abmelden



LifeGen.de als
RSS Feed
an dieser Stelle

Translated by Google

LifeGen.de in English

LifeGen.de in Russian






Bookmark Buttons

Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: BoniTrust Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Favoriten Bookmark bei: Seekxl Bookmark bei: Kledy.de Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Publishr Bookmark bei: Icio Bookmark bei: Power Oldie Bookmark bei: Bookmarks.cc Bookmark bei: Favit Bookmark bei: Bookmarks.at Bookmark bei: Newsider Bookmark bei: Linksilo Bookmark bei: Folkd Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: Facebook Bookmark bei: Reddit Bookmark bei: Simpy Bookmark bei: Yahoo Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Technorati Information



follow lifegen at http://twitter.com



About LifeGen.de
Our reports predicted major events: the new pandemic, social riots, a rising bioterrorist threat and Barack Obama as President. We move markets by delivering hard facts. The special interest online-magazine LifeGen.de reaches more than 270.000 unique users every year coming from 146 countries worldwide (Data provided by Google Analytics (TM)). The magazine is read by the scientific community, by members of political institutions and by major public media. LifeGen.de was founded in 2001 an is considered to be one of Europes most important lifescience Online-Magazines. More than 8000 articles can be found at the German Business Information (GENIOS). So get involved - and become our lead investor for expanding LifeGen.de to a global player.



Unsere Suchmaschine unterscheidet zwischen Groß- und Kleinschreibung. Um die gefundenen Artikel kostenlos lesen zu können, benötigen Sie ein Abonnement . Alternativ können Sie auch den Service von ClickandBuy nutzen und die Texte einzeln bzw. im Rahmen des Jahres-Tickets erwerben. Die kostenlose Volltextsuche können Sie auch über GENIOS German Business Information starten.


Deutscher Ethikrat
GOOGLE Web Directory Biochemie
MPI Molekulare Genetik Library
Datenbank-Infosystem
(DBIS)

Universitätsklinikum
Heidelberg

Universitätsklinikum Gießen
Universitätsbibliothek Bochum
Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED)
Deutsches Institut für
Medizinische Dokumentation
und Information
DIMDI

GENIOS - German Business Information
Trust for America's Health
(TFAH)

Net News Global
Transparency International
Deutschland e.V.

Artikel bei
SPIEGEL ONLINE

Arzneimittel - Wenn Kinder keinen Gewinn versprechen

Kollaps des Rentensystems

PARTNER

Zugang zur
MediaClinic



cover