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Landtagswahlen-Prognose: Drohendes Desaster für SPD, CDU, FDP
Die LifeGen.de IP-gestützte Schätzomat Analyse sieht für die kommenden Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen keine Mehrheit für eine Große Koalition. Auch Schwarz-Gelb wird auf Grund fehlender Mehrheiten nicht zustandekommen. Im Schnitt könnte die SPD bei 17 Prozent liegen, während die CDU durchschnittlich (bezogen auf alle Landtwagswahlen) bei 32 Prozent kommt. Die Analyse sagt zudem den Einzug der NPD in Thüringen und Sachsen voraus, die Linke erreicht im Schnitt mehr als die SPD . Die Daten basieren aus partiellen Auswertungen der großen Bundestagswahl-Analyse, die bei LifeGen.de bis zum 27.9.2009 läuft.
Der verlogene Wahlkampf um Hartz IV
Der Wahlkampf tritt auch bundesweit in die heiße Phase – und mutiert zur medial inszenierten Show. Nahezu synchron kämpfen Politiker von SPD, CDU, FDP und Grünen für bessere Hartz IV Bedingungen – dabei waren es gerade diese Parteien, die sich in der Ära Schröder für das inhumane Regelwerk stark machten, meint der Bestsellerautor und Journalist Vlad Georgescu.
So erklärte unlängst Guido Westerwelle in der ARD vor versammelter Politrunde, wie ungerecht jene behandelt würden, die über Jahrzehnte hinweg ihre Altersrücklage aufbauten und dann, im Falle von Hartz IV, nahezu alles verlieren. Wirklich neu ist die Erkenntnis nicht, und jene, die schuldlos in die Hartz IV Falle tappten, gelten seit Anbeginn der unsäglichen Gesetzgebung als Versager, Faule, Unverbesserliche – weil sich die Politik nie scheute, an genau diesem Image der Hartz IV Empfänger zu feilen.
Erst waschen, dann den Job bekommen. So ähnlich jedenfalls lautete bekanntlich die Maxime, die der einstige SPD-Vorsitzende Kurt Beck propagierte. Daran erinnern sich die hochkarätigen Polit-Talkmaster heute ebenso wenig wie an die Frage, warum sie eigentlich nicht vor Jahren Hartz IV medial demontierten, statt gebetsmühlenartig die vermeintlichen Vorzüge der staatlichen Leistung vorzutragen.
Trotz alledem entdecken jetzt jene, die Hartz IV erst möglich machten, das enorme Stimmenpotenzial, das dahinter steckt. Rund sieben Millionen Menschen leben von Leistungen der Bundesagentur für Arbeit – weil sie, mit oder ohne Job, sonst kaum über die Runden kämen.
Das Wahlvolk für Dumm verkaufen scheint zu den Pflichtveranstaltungen der etablierten Parteien zu gehören, nur: Wird es dieses Mal noch funktionieren?
Dass die ehemaligen Außenseiter am linken und rechten Spektrum zu den Gewinnern zählen werden, scheint festzustehen. Die Linke avanciert damit, ebenso wie die NPD, zur Anlaufstelle der sozial Gebeutelten. Hinzu kommt, man kann es mögen oder nicht, die nach außen eher blockfrei wirkende Piratenpartei.
Das Vertrauen vieler Wähler ist dahin, und wer nachdenkt wird erkennen, dass man den einstigen Hartz IV Erfindern kaum trauen sollte, wenn es um Nachbesserungen geht. Denn nach der Wahl ist alles vorbei, und da greift vermutlich wieder die Kurt Beck Regel: Waschen. Rasieren. Job suchen.
In eigener Sache: Wie schnell und unaufhaltsam der Abstieg erfolgen kann, schildern die Bestsellerautoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu anhand eigener Erfahrungen in ihrem neuen Buch WORST CASE. Unser ganz erstaunliches Comeback nach Jobverlust und Sozialabstieg, das am 1. September 2009 bei HANSER erscheint. Wer sich auf Grund von Hartz IV das Werk nicht anschaffen kann oder möchte: Das Buch mit vielen no-mainstream Tipps und Tricks wird auch in vielen Bibliotheken zur kostenlosen Ausleihe erhältlich sein.
(2009-08-30)
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