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Milzbrand-Kontamination: Deutschland und Schottland erwarten weitere Todesfälle

Anthrax-Erreger. photo credits: CDCDeutschland und Schottland sind möglicherweise ins Visier des internationalen Bioterrorismus geraten: Deutsche Gesundheitsbehörden gehen in beiden Ländern von weiteren Anthrax-Todesopfern unter Drogensüchtigen aus, nachdem hierzulande bereits vor einem Monat der erste Tote zu beklagen war. Der erste Fall trat nach Informationen von LifeGen.de bereits im Dezember 2009 in Aachen auf, als eine mit Milzbrand-Erregern infizierte Heroin-Charge zum Einsatz kam. Für Ermittlungsbehörden erweist sich der Fall als besonders brisant: Nahezu zeitgleich, aber bisher ohne erkennbaren Bezug zu Deutschland, traten auch in Schottland letale Heroindosen auf, die bisher über sieben Menschenleben forderten. Experten rechnen mit bis zu 50 Toten infolge der Heroin-Kontamination. Mit Antrhrax verseuchtes Heroin für westliche Länder könnte eine neue Form des Bioterrorismus darstellen - vor allem Afghanistan gilt trotz der Anwesenheit der NATO-Truppen als "weltweiter Marktführer der Heroinproduktion", wie das kritische Online-Magazin Telepoolis unlängst schrieb. Allerdings wäre eine bis Afghanistan zurückreichende Anthrax-Spur keinesfalls zwangsläufig mit den dortigen Drogen-Clans zu verbinden - die im Jahr 2001 in den USA per Post verschickten tödlichen Milzbrand-Erreger stammten nach Meinung vieler Ermittler aus einem Labor der US-amerikanischen Biodefense. (photo credits: CDC)


Tödlicher Erreger: Großbritannien löst Anthrax-Alarm aus

Anthrax-kontaminiertes Heroin hat in Schottland zu siebenTodesfällen geführt, weitere sechs Menschen gelten als infiziert. Vier der Toten stammen aus Glasgow. Jetzt wurde landesweit Alarm ausgelöst, weil mit weiteren Todesfällen gerechnet wird. Die von der Gesundheitsbehörde Health Protection Scotland (HPS) bestätigten Fälle stünden im Zusammenhang mit einer infizierten Heroin-Charge, warnen die Behörden. Auf welche Weise der tödliche Milzbrand-Erreger das Heroin kontaminierte, sei allerdings bisher unklar. Durchaus denkbar erscheint nach Einschätzung von LifeGen.de ein bioterroristischer Anschlag. Denn entgegen der offiziellen These der HPS gilt als gesichert: Milzbrand als natürliche Verunreinigungsquelle für Heroin hat es noch nie gegeben.

Auf den natürlichen Ausbruch von Anthrax reagieren Behörden ohnehin besonders empfindlich. Dennoch scheinen Pannen in Hochsicherheitslaboren vorzukommen. Nach der Kontamination mit den potenziell tödlichen Influenzapandemie-Erregern H5N1 durch den Pharmakonzern Baxter beispielsweise bekam Europa im April 2009 seinen zweiten schweren virologischen Unfall: In Frankreich wurde ein Labor der Lebensmittelbehörde Agence francaise de securite sanitaire des aliments (Afssa) mit dem als extrem gefährlich geltenden Anthrax-Erreger Bacillus anthracis infiziert, fünf Labormitarbeiter befinden sich derzeit in Quarantäne und Isolation. Das betroffene Anthrax-Labor zählt zum Centre national de reference charbon (CNR charbon) und ist im renommierten Pasteur Institute untergebracht. Details seitens der französischen Behörden gibt es bislang nicht. Erst vor kurzem hatte sich in Hamburg eine Mitarbeiterin des Tropeninstituts mit Ebola-Viren in Kontakt gebracht. Wie sicher ist Europas Virenforschung wirklich?

Ob als Biowaffe missbraucht oder "nur" in Form der Tierseuche - Anthrax, der Milzbrand, ist eine ernstzunehmende Bedrohung. Ein kanadisch-amerikanisches Team hat daher eine Methode entwickelt, um die Wirksamkeit eines Anthratoxin-Hemmstoffs zu erhöhen, wie sie in der Zeitschrift Angewandte Chemie beschreiben: Die Wissenschaftler um Jeremy Mogridge (University of Toronto) und Ravi S. Kane (Resselaer Polytechnic Institute, Troy, NY, USA) bauen die Wirkstoffmoleküle so in Liposomen ein, dass diese sich in einzelnen Domänen anreichern, auf denen sie wie auf winzigen Flößen auf der Liposomen-Oberfläche "schwimmen".


Die fatale Wirkung der Anthrax-Erreger beruht auf dem Zusammenwirken dreier verschiedener Gifte: EF (Ödemischer Faktor), LF (Lethaler Faktor) und PA (Protektives Antigen). PA geleitet die beiden anderen Giftstoffe in die Zelle, LF zerstört die weißen Blutkörperchen des befallenen Organismus. Wird die Bindung von LF an PA unterbunden, kann dieser nicht mehr in die Zellen eindringen, und das Fortschreiten der Krankheit wird gestoppt.

Vor einiger Zeit wurde ein Peptid entwickelt, das an PA bindet und damit die Bindung von LF blockiert. Dazu müssen mehrere Peptidmoleküle an PA andocken. Um die Peptide zu "bündeln" wurden sie an ein Lipid (Fettmolekül) angeknüpft und diese Fettmoleküle in Liposomen, winzige Fettbläschen, eingebaut. Dabei muss eine bestimmte Konzentrationsschwelle an Peptid pro Liposom überschritten sein, denn die Peptidmoleküle müssen mindestens so nah beeinander sein, wie es der Entfernung zwischen den einzelnen Peptidbindestellen auf dem PA entspricht.

Das Team um Mogridge und Kane wollte die Peptide weiter zusammenrücken lassen und so die notwendige Konzentration weiter verringern. Die Hülle von Liposomen besteht, wie natürliche Zellmenbranen, aus einer Art zweidimensionaler Flüssigkeit aus Fettmolekülen. Die Zusammensetzung natürlicher Zellmembranen ist dabei nicht gleichmäßig, es finden sich winzige Domänen mit unterschiedlicher Zusammensetzung, die eine wichtige Rolle bei vielen physiologischen Prozessen spielen. Das geht auch bei Liposomen, wenn diese aus gesättigten und ungesättigten Fetten sowie 20 % Cholesterin hergestellt werden. So entstehen zwei verschiedene Phasen. Das Peptid reichert sich in einer der beiden an und "schwimmt" dann, dicht bei dicht, wie auf winzigen "Flößen" auf der Liposomenoberfläche. Die Anthrax-hemmende Wirkung der Peptide konnte auf diese Weise deutlich verstärkt werden.

Alternativ können die Mikrodomänen auch durch einen externen Stimulus, wie eine veränderte Ionenkonzentration, Temperatur, Licht oder Enzyme, erzeugt werden: So bilden etwa Liposomen, die das Lipid Phosphatidylserin (PS) enthalten, PS-reiche Domänen, sobald Calcium-Ionen zugegeben werden - eine Möglichkeit, Hemmstoffe erst am richtigen Zielort zu aktivieren.

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