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Sexualakt verwandelt Körper in Pharmafabrik

 Der LifeGen.de - Buchtipp zum Thema. Gabriele und Rolf Froböses Buch Lust und Liebe - alles nur Chemie? Foto: wiley-vchLifeGen.de, Paris – „Unser Gehirn ist eine Mohnpflanze, die weißleuchtend blüht und Opium sezerniert, um unsere Schmerzen zu lindern“, so hat es der französische Neurophysiologe Professor Dr. Jean-Didier Vincent einmal formuliert. Seiner Meinung zufolge ist jeder Mensch ein „Drogenproduzent“ und „Drogenkonsument“ zugleich – und zwar völlig legal und obendrein kostenfrei. Zu „verdanken“ haben wird diese schiere Unglaublichkeit einer außergewöhnlichen Entdeckung, die im Jahre 1974 den beiden amerikanischen Wissenschaftler Solomon Snyder und Candace Pert an der John Hopkins Universität in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland gelang. Snyder und Pert stellten fest, dass das menschliche Nervensystem über spezielle Rezeptoren verfügt, in die Opiate wie ein Schlüssel ins Schloss passen. Nahezu zeitgleich fanden die schottischen Forschern John Hughes und Hans Kosterlitz, dass das menschliche Gehirn selber in der Lage ist, opiatähnliche Substanzen zu produzieren. Diese werden als Endorphine bezeichnet. von Dr. Rolf Froböse


Auf diesen Erkenntnissen aufbauend tritt der Pariser Gynäkologe Dr. Michel Odent, der sich weltweit als Guru der natürlichen Geburt einen Namen gemacht hat, jetzt mit einer revolutionären These an die Öffentlichkeit. Odent will herausgefunden haben, dass bei Kopfweh nicht immer gleich eine Tablette geschluckt werden muss. „Ein guter Beischlaf tut´s auch“, versichert der Franzose.

Wie das funktionieren soll, erläutert der Wissenschaftler wie folgt: „Jede Episode des sexuellen Lebens wird von der Ausschüttung morphinähnlicher Substanzen begleitet. Diese Stoffe seien gleichzeitig Hormone des Vergnügens und natürliche Schmerzkiller. Die Ausschüttung von Endorphinen während der Kopulation von Säugetieren sei gründlich dokumentiert. „Zum Beispiel ist der -Endorphinspiegel im Blut von Hamstern nach ihrer fünften Ejakulation 86 mal höher als der von Tieren einer Kontrollgruppe gewesen“, erläutert Odent.

Auch die Ausschüttung von Endorphinen während der Wehen und der Geburt sei inzwischen bei Menschen bestätigt worden. „Die Freisetzung von Endorphinen während der Geburt gibt mir die Gelegenheit zu betonen, dass Ende des 20. Jahrhunderts Studien über Schmerz nicht von Studien über Lust getrennt werden können“, sagt Odent. Vielmehr gebe es ein einheitliches System, das uns vor Schmerz schütze und zugleich auch Vergnügen bereite. Während des Geburtsprozesses setze das Baby seine eigenen Endorphine frei, so dass in den Stunden nach der Geburt Mutter und Baby von Opiaten erfüllt seien. Da Opiate Abhängigkeit hervorrufen, und Mutter und Baby eng beinahe sind ohne bereits ihre Opiate eliminiert zu haben, ist der Anfang einer Abhängigkeit oder Bindung gemacht.

Wenn Sexualpartner sich einander näherten, so Odent weiter, seien auch sie von Opiaten erfüllt. Auf diese Weise werde eine andere Art der Abhängigkeit kreiert, die exakt dem gleichen Modell folge wie die Bindung zwischen Mutter und Kind. Aber auch beim Säugen seien Endorphine beteiligt. Denn Säugen sei ein für das Überleben von Säugetieren essentieller Vorgang, und die Natur habe diesbezüglich ein komplexes Belohnungssystem geschaffen.

Odent zufolge ist unser Kenntnisstand über Endorphine immer noch relativ neu. „Erst wenn wir die veröffentlichten wissenschaftlichen Daten bezüglich der Endorphine in vollem Umfang verstanden haben, werden wir auf einer neuen Grundlage unter anderem Themen wie die Verbindung von Lust und Schmerz, masochistischem und sadistischen Verhalten, die Philosophie des Leidens, religiöse Ekstase usw. besser verstehen“, versichert Odent. Oxytocin, das Liebeshormon, und die Endorphine, als Hormone des Vergnügens, seien Teil einer komplexen hormonellen Balance.

Im Falle einer plötzlichen Freisetzung von Oxytocin, könne zum Beispiel auch das Bedürfnis zu lieben je nach hormoneller Balance in verschiedene Richtungen gelenkt werden. Wenn eine Frau zum Beispiel beim Stillen einen hohen Level an Prolactin habe, tendiere sie dazu, ihre Liebe auf ihr Baby zu richten. Wenn eine Frau hingegen einen niedrigen Level an Prolactin habe, was dann der Fall ist, wenn sie nicht stillt, würde sie ihre Liebesgefühle bevorzugt auf ihren Sexualpartner richten.

Die Frage lautet, weshalb die Natur „Pseudo-Opiate“ schuf? Ihr Sinn liegt auf der Hand: Sie helfen uns, Streß-Situationen – ganz gleich welcher Natur – zu meistern. So sind Endorphine auch in der Lage, Hochgefühle wie Glück, Freude oder gar Euphorie auszulösen. Der Endorphingehalt im Blut einer gebährenden Frau liegt beispielsweise um den Faktor zehn über dem Normalwert – die körpereigene Chemie findet also einen Weg, um Mutter und Kind den Geburtsvorgang überstehen zu lassen.

In ganz ähnlicher Weise helfen die „Pseudo-Opiate“ auch in anderen extremen Situationen. So bemerken wir in Notsituationen kleinere Wunden nicht einmal, die uns unter normalen Umständen Schmerzen bereiten würden. Ein bekanntes Phänomen ist das eigenartige Glücksgefühl, von dem Marathonläufer immer wieder berichten. Es kommt einer Art natürlichem „Doping“ gleich.

Buchtipp:

Wer mehr über das Thema erfahren möchte, dem sei das Buch von Gabriele und Rolf Froböse Lust und Liebe - alles nur Chemie? empfohlen. Es ist im Weinheimer Wiley-VCH Verlag erschienen und kostet EUR 24,90.

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(2006-01-09) REPORT
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(2005-06-02) Fantastische Reise durch die Chemie der Liebe

(2005-04-04) Was heiße Küsse mit der Chemie verbindet


(2006-07-21)

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