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Bill und Melinda Gates-Stiftung unterstützt umstrittene Genfood-Forschung

Bislang galt die unabhängige Organisation als wichtigster Geldgeber für humane Medizinforschung weltweit, jetzt begibt sie sich auf einem höchst umstrittenen Terrain: Mit 740.000 US-Dollar (rund 544.000 €) unterstützt die Bill und Melinda Gates-Stiftung drei Jahre lang die Forschung von Prof. Dr. Peter Westhoff vom Institut für Entwicklungs- und Molekularbiologie der Pflanzen an der Heinrich-Heine-Universität. Westhoff und sein Team arbeiten an der Verbesserung der Reispflanze, die durch die Veränderung des Photosynthesestoffwechsels künftig deutlich erhöhte Erträge liefern soll. Mutiert die Stiftung ganz ahnungslos zum indirekten Geldgeber für die ohnehin milliardenschwere Agro-Gentech-Branche?


Die Meinung der Geldempfänger aus Düsseldorf ist deutlich formuliert: "Die Züchtung von extrem leistungsfähigem Reis stagniert derzeit weltweit", beschreibt Westhoff das Problem. Deshalb sei das Internationale Reisforschungsinstitut (IRRI) mit Sitz auf den Philippinen bemüht, "durch genetische Veränderungen höhere Erträge der Reispflanze zu ermöglichen".

Tatsächlich arbeiten Forschergruppen weltweit für das IRRI, unter anderem die Düsseldorfer Wissenschaftler um Prof. Westhoff. Diese wollen nun die Hochleistungsphotosyn-these vom C4-Typ anstelle der bisherigen C3 Photosynthese in den Reis transferieren. Dadurch könnte der Ertrag der Pflanze um 50 Prozent gesteigert und der Wasserverbrauch beim Anbau deutlich gesenkt werden.

Was Westhoff und die Bill und Melinda Gates-Stiftung womöglich nicht wissen: Der Agromarkt um Gentechpflanzen wird seit Jahren von großen Konzernen dominiert - und verspricht Milliardengewinne.

Während die Weltwirtschaftskrise viele Großkonzerne staatliche Stütze beantragen lässt, investieren beispielsweise zwei Agrogiganten massiv in die Entwicklung einer trockentoleranten Gentechmais-Sorte und forcieren die Vermarktung auch anderer Gentech-Pflanzen. In der Zusammenarbeit, die im März 2007 gestartet wurde, investieren die Unternehmen BASF Plant Science und Monsanto gemeinsam einen Betrag von 1.5 Milliarden USD, um "Nutzpflanzen zu entwickeln, die höhere Erträge liefern und besser vor Umweltfaktoren wie Trockenheit geschützt sind". Was allgemein weitaus weniger bekannt ist: Die grüne Gentechnik avanciert in Zeiten der globalen Krise zum Umsatzbeschleuniger und sicheren Milliardengeschäft. Ist selbst Biofood mit Gentech-Anteil in Sicht?


BASF Plant Science und Monsanto Company zufolge ist das Genmais-Produkt in die letzte Phase vor der voraussichtlichen Markteinführung gerückt, die früh im nächsten Jahrzehnt erwartet wird. Sie meldeten ebenfalls, dass Monsanto das neue Produkt bei der US-amerikanischen Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) zur Genehmigung eingereicht hat.

Grüne Gentech bleibt umstritten

Angesichts des Vorstoßes vieler Agrohersteller in Richtung mehr Gentechnik forderte Bioland bereits 2007 den EU-Agrarrat auf, eine Aufweichung der EG-Öko-Verordnung zu verhindern. „Es gehört zu den täglichen Herausforderungen für alle Biobetriebe, die benötigten Rohstoffe und Zutaten in Bioqualität zu erzeugen oder erzeugen zu lassen. Hieraus ergeben sich für viele Betriebe neue Marktchancen. Ein Griff ins Gentechnik-Regal würde die Weiterentwicklung einer ökologischen Struktur jedoch deutlich zurückwerfen und den Biomarkt insgesamt diskreditieren“, warnte damals Bioland-Präsident Thomas Dosch. Die Befürchtungen sind nicht unbegründet. 
Foto: CAMPUS VerlagWährend die Mehrheit der Verbraucher gentechnisch veränderte Nahrungsmittel ablehnt, setzen die großen Agrokonzerne tatsächlich auf den Vorstoß der umstrittenen Technologie. Was die meisten Konsumenten dabei nicht ahnen: Für die Giganten am Markt verspricht Genfood einen Milliardenmarkt – die globale Expansion der Anbauflächen hält unvermindert an, wie der im Campus Verlag erschienene Bestseller Die Joghurt-Lüge. Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie aufzeigt. Danach lassen die prognostizierten Wachstumsraten selbst die selbstbewusste Pharmabranche vor Neid erblassen. Demnach wird der Markt für transgene Pflanzen bis 2010 von 0,44 auf über 16,7 Milliarden Euro angestiegen sein – ein Sprung auf schwindelerregende 3 795 Prozent in nur 14 Jahren. Obwohl sich die Begeisterung über Genfood bis jetzt in Grenzen hält, forcieren die großen Saatgutproduzenten sowohl anstehende Zulassungen als auch die massive Markteinführung ihrer Produkte. Als besonders attraktiv dürfte den Giganten nicht nur das exorbitante Wachstum des Marktes erscheinen. Auch die geringe Zahl der Big Player gibt den Akteuren Anlass genug, in Goldgräberstimmung zu verfallen. Nur sechs multinationale Großfirmen kontrollieren 98 Prozent des Marktes für gentechnisch veränderte Pflanzen: Syngenta, Bayer Aventis, Monsanto, DuPont, BASF und Dow. Transgenes Saatgut befindet sich sogar zu 91 Prozent in einer Hand: Monsanto gilt auf diesem Gebiet als unangefochtener Marktführer. Hinzu kommt die geografische Monopolstellung der Großen – in Afrika beispielsweise beherrschen nur drei Konzerne den gesamten formellen Saatgutmarkt.

Allein die USA bauen auf 54,6 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen an, mehr als jedes andere Land der Erde. 2006 kamen 4,8 Millionen Hektar dazu, 2005 waren es 2,2 Millionen. Der Zuwachs war damit nicht nur höher als in den Jahren davor, es war auch die größte absolute Flächensteigerung unter allen Ländern im Jahr 2006. Hauptgrund dafür war die erhebliche Flächensteigerung von ca. 15 Prozent bei Mais.

Argentinien: 18 Millionen Hektar. Argentinien verfügt über 18 Prozent der weltweiten Anbauflächen gentechnisch veränderter Pflanzen, wobei die Hektarzahl um 5 Prozent, bzw. um 0,9 Millionen Hektar anstieg. Der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen - Sojabohnen, Mais und Baumwolle - wuchs kontinuierlich.

Brasilien: 11,5 Millionen Hektar. Brasilien verzeichnete einen 22-prozentigen Zuwachs der Anbauflächen, hauptsächlich für herbizidtolerante Sojabohnen. Insektenresistente Baumwolle wurde dagegen auf 120.000 Hektar zum ersten Mal für kommerzielle Zwecke angebaut.

Kanada: 6,1 Millionen Hektar. Kanada, einer der Pioniere beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen, erhöhte seine Anbaufläche in 2006 um 5 Prozent. Grund dafür waren Zuwächse bei Raps, Mais und Sojabohnen.

Indien: 3,8 Millionen Hektar. Indien verzeichnete mit 192 Prozent, bzw. 2,5 Millionen Hektar die höchste Wachstumsrate 2006. Die Anbaufläche für gentechnisch veränderte Baumwolle wurde nahezu verdreifacht. Damit übertraf Indien zum ersten Mal die Anbaufläche Chinas.

China: 3,5 Millionen Hektar. China erhöhte den Anbau von Bt-Baumwolle im Jahr 2006 von 3,3 auf 3,5 Millionen Hektar – dies entspricht einer Wachstumsrate von 6 Prozent. Paraguay: 2 Millionen Hektar. Paraguay hat seine Anbaufläche für gentechnisch veränderte Sojabohnen im Jahr 2006 um weitere 10 Prozent erhöht und hat jetzt einen Anteil von 90 Prozent an der gesamten Sojabohnenernte des Landes.

Südafrika: 1,4 Millionen Hektar. Südafrika hat seine Anbaufläche gentechnisch veränderter Nutzpflanzen im Jahr 2006 nahezu verdreifacht, wobei die Fläche im Jahr 2005 0,5 Millionen Hektar betrug. Insektenresistenter Weiß-Mais für Lebensmittel und Gelb-Mais für Tierfutter waren für den Zuwachs verantwortlich. 44 Prozent des Weiß-Mais und 50 Prozent des Gelb-Mais des Landes wurden als gentechnisch veränderte Varianten angepflanzt.

Uruguay: 400.000 Hektar. Uruguay vergrößerte seine Anbaufläche gentechnisch veränderter Pflanzen im Jahr 2006 erneut, wobei mehr als 350.000 Hektar gentechnisch veränderte Sojabohnen und mehr als 35.000 Hektar gentechnisch veränderter Mais gepflanzt wurden. Philippinen: 200.000 Hektar. Die Philippinen haben ihre Anbaufläche für gentechnisch veränderten Mais um mehr als 100 Prozent erhöht. Die Fläche im vergangenen Jahr betrug 70.000 Hektar.

Australien: 200.000 Hektar. Australien, einer der Pioniere beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen, verzeichnet aufgrund der fortwährenden, schwerwiegenden Trockenheit im Land einen Rückgang der Baumwoll-Anbaufläche. Ca. 90 Prozent des gesamten australischen Anbaus wird in Form von gentechnisch veränderten Varianten angepflanzt.

Rumänien: 115.000 Hektar. Nahezu 80 Prozent der Sojabohnensaat in Rumänien wurden 2006 in Form von herbizidtoleranten Varianten angepflanzt. Der Saat hatt allerdings beschlossen, den Anbau von gentechnisch veränderten Sojabohnen nach dem Eintritt in die EU im Jahr 2007 einzustellen.

Mexiko: 60.000 Hektar. Aufgrund behördlicher Probleme, welche die Einfuhr gentechnisch veränderter Baumwollsaat für den ersten Anbau verspäteten, ist die Produktion insektenresistenter Baumwolle im Jahr 2006 um ein Drittel auf 55.000 Hektar gesunken, wobei in diesem Jahr auch 5.000 Hektar gentechnisch veränderte Sojabohnen angebaut wurden.

Spanien: 60.000 Hektar. Inoffizielle Schätzungen weisen darauf hin, dass die Anbaufläche für gentechnisch veränderten Mais in Spanien im Jahr 2006 auf 15 Prozent des gesamten Maisanbaus von 370.000 Hektar angestiegen ist. 2005 verzeichnete man einen Zuwachs von 12 Prozent. Spanien steht weiterhin an der Spitze der EU, was den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen betrifft.

Kolumbien: 30.000 Hektar. Kolumbien setzte seine stetige Erhöhung des Anbaus insektenresistenter Baumwolle fort. Sie besitzt einen etwa 40-prozentigen Anteil an der Gesamternte. Kolumbien hat im Jahr 2006 auch erstmals ca. 1.000 Hektar herbizidtoleranter Baumwolle gepflanzt. Frankreich: 5.000 Hektar. Im zweiten Jahr des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen (nach einer vierjährigen Pause) verzeichnete Frankreich im Jahr 2006 einen fünf- bis zehnfachen Zuwachs der insektenresistenten Maisflächen, wobei 500 bis 1.000 Hektar im Jahr 2005 gepflanzt wurden. Gentechnisch veränderter Mais hat unter den Landwirten des Landes stark an Bedeutung gewonnen, da diese im Vergleich zu anderen EU-Ländern deutlich höhere Erträge erwarten.

Iran: 4.000 Hektar. Obwohl es keine offiziellen Schätzungen für den Anbau von gentechnisch verändertem Reis im Iran gibt, weisen inoffizielle Schätzungen darauf hin, dass die Anbaufläche mindestens den 4.000 Hektar entsprechen wird, die im Jahr 2005 angepflanzt wurden.

Honduras: 2.000 Hektar. Honduras fuhr damit fort, seine Anbaufläche für insektenresistenten Mais zu vergrößern, wodurch der Umfang der Fläche im Jahr 2006 auf 1.000 Hektar anstieg. Auch wurden zum ersten Mal auf 1.000 Hektar herbizidtoleranter Mais angebaut.

Tschechische Republik: 1.290 Hektar. Das fünfte Land in der EU, das gentechnisch veränderte Pflanzen anbaute, verzeichnete eine zehnfache Steigerung der Bt-Maisproduktion im zweiten Jahr des Anbaus.

Portugal: 1.250 Hektar. Nach einer vierjährigen Pause hat Portugal im zweiten Jahr des erneuten Anbaus seine Anbaufläche für die Bt-Maisproduktion im Jahr 2006 nahezu verdoppelt.

Deutschland: 950 Hektar. In Deutschland wird nur eine kleine Fläche Bt-Mais angebaut. Jedoch hat sich die Hektarzahl gegenüber den 350 Hektar in den letzten sechs Jahren 2006 fast verdreifacht.

Slowakei: 30 Hektar. Als „jüngstes“ Land, das gentechnisch veränderte Pflanzen anbaute, hat die Slowakei in ihrem ersten Jahr des kommerziellen Anbaus eine kleine Fläche an Bt-Mais angebaut. Die Slowakei ist das sechste EU-Land, das gentechnisch veränderte Pflanzen anbaut.

Weitere Infos zum Thema finden Sie in dem Bestseller DIE JOGHURT-LÜGE.

Co-Autor Vlad Georgescu im Gespräch mit HR3 (Audio)

Lesen Sie den Vorabdruck vom 17.8.2006 in zwei Teilen

Marita Vollborn, Vlad D. Georgescu
Die Joghurt-Lüge
Die unappetitlichen Geschäfte der Lebensmittelindustrie
Campus Verlag, Frankfurt a. Main/New York
336 Seiten, EUR 19,90/EUA 20,50/sFr 34,90
ISBN 3-593-37958-9




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(2009-03-20)

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