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Ehec: Infektionswelle kann Bioterror-Anschlag sein

Bei der Ausbreitung der lebensbedrohlichen EHEC-Bakterien (entero-hemorrhagic Escherichia coli) könnte es sich nach unseren Analysen um einen bioterroristischen Anschlag handeln. Die massive bundesweite Verbreitung des Darmbakteriums ohne Lokalisierung der Infektionsquelle spricht für die gezielte Aussetzung bzw. Kontamination in Deutschlands Lebensmittel-Umschlagspunkten. Nach unserer Einschätzung kommen zentrale Warenlager in Frage, von denen aus Rohkost, Obst und Gemüse bundesweit verteilt werden. Eine rein zufällige Kontamination schließen wir aus.


Rund 1200 EHEC-Infektionen kommen jedes Jahr vor, nur: Betroffen sind meistens Kinder. Jetzt aber meldet Frankfurt mindestens 10 Krankenhauseinweisungen , in Hamburg liegen 40 Erwachsene stationär in Behandlung. Unseren Zugrifssprotokollen zufolge, die wir in Echtzeit monitorisieren, aber nicht speichern, fahnden bundesdeutsche Behörden bereits nach möglichen Anschlagsszenarien im Internet.

"Die derzeitige Ausbreitung ist alarmierend, weil die Erkrankung auffällig häufig einen schweren Verlauf mit Nierenversagen (hämolytisch-urämisches Syndrom = HUS) nimmt", teilte heute das Niedersächsische Gesundheitsministerium mit, und: "Auffällig ist, dass - im Gegensatz zu sonstigen HUS-Ausbrüchen in der Vergangenheit -überwiegend Erwachsene betroffen sind". Ernst zu nehmen seien die Erkrankungen derzeit vor allem, "weil der Anteil von schweren Krankheitsverläufen ungewöhnlich hoch ist".

Bis heute (24.5.2011) sind 96 Verdachtsfälle von blutiger Durchfallerkrankung aus verschiedenen Kreisen und kreisfreien Städten allein in Niedersachsen bekannt geworden, die mit enterohämorrhagischen Escherichia coli (EHEC) in Verbindung gebracht werden. Darunter befinden 12 Verdachtsfälle mit schweren Komplikationen (hämolytisch-urämisches Syndrom) in intensivmedizinischer Behandlung. Im Landkreis Diepholz ist eine 83-jährige Frau verstorben, die wegen eines blutigen Durchfalls seit dem 15. Mai stationär behandelt wurde. Der Tod trat nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Hannover bereits am 21. Mai ein.

Der Erreger EHEC macht sich zunächst durch schwere Durchfälle bemerkbar, ist aber viel gefährlicher als ein herkömmlicher Darminfekt, da er im Körper ein Toxin freisetzt, das zur Hämolyse, dem Abbau von roten Blutkörperchen (Erythrozyten), führt. Als Folge tritt dann neben der Blutarmut (Anämie) ein Nierenversagen auf, da die feinen Blutgefäße der Niere durch die Abbauprodukte verkleben.

Derzeit werden besorgniserregend viele Fälle dieses hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS), darunter versteht man das gemeinsame Auftreten von Nierenversagen, Anämie und Mangel an Blutplättchen (Thrombozytopenie), verzeichnet. In Folge des HUS können auch andere Organe geschädigt werden, so erleiden die Betroffenen oft eine gefährliche Schwellung des Gehirns. Viele der beobachteten Fälle hatten schwere, lebensbedrohliche Verläufe genommen.

Lesen Sie dazu auch folgende Artikel bei LifeGen.de:

(2011-05-25) Ehec: Drohender Versorgungskollaps alarmiert Nierenfachärzte
(kostenloser Artikel)

(2004-02-04) Sanofi will Forschung in Deutschland stärken



Buchtipp zum Thema: Die Bestsellerautoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu räumen auf mit dem lukrativen Mythos vom tödlichen Supervirus, den die Pharmaindustrie am Leben erhält. Die Viren-Lüge. Ab August im Buchhandel - und schon jetzt bei HANSER ebenso wie im SPIEGEL SHOP vorbestellbar.


(2011-05-27)

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