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Bettina Wulff: Immatrikuliert, ohne Abschluss, umsonst.

Gigantischer Befreiungsschlag für Christian Wulff: Seine Frau Bettina war 1993 – 1998 im Diplomfach Medienmanagement immatrikuliert. Einen Abschluss hat sie aber nicht gemacht. Was nach Transparenz klingt erweist sich trotzdem als Ansammlung fragwürdiger Aussagen und Informationen – die Menschen, die sich im Hochschulbetrieb nicht auskennen, einen falschen Eindruck über Bettina Wulf vermitteln können. Der Jurist Christian Wulff, unter dessen Internetseite als Bundespräsident die Vita seiner Frau erscheint, kann dennoch aufatmen. Formal sind die Aussagen des Bundespräsidialamtes korrekt. Moralisch bleiben sie fragwürdig.
ein Kommentar von Vlad Georgescu


Begonnen hat das Hickhack um die Ausbildung von Bettina Wulff mit unserer Beobachtung, dass die Dame an der Spitze des Staates nicht in der offiziellen Absolventenliste des IJK steht. Auf der Internetseite des Bundespräsidialamtes aber war – und ist – zu lesen: „Sie studierte Medienmanagement und angewandte Medienwissenschaften am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung Hannover“.

Munzinger Archiv bringt Bundespräsidialamt in Erklärungsnot

Gleichzeitig führt das Munzinger Archiv, eine bereits im Jahr 1913 gegründete und heute zu den seriösesten bibliographischen Dokumentationsstellen der Bundesrepublik zählende Institution, eine genauere Vita auf. Darin heißt es: „Nach einem kurzen Aufenthalt in München studierte sie 1993-1998 Medienmanagement und angewandte Medienwissenschaften am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung in Hannover sowie Medienrecht an der Universität Hannover (Angaben durch Bundespräsidialamt 2010)“.

Zumindest die letzte Aussage ist nachweislich falsch: Das Fach Medienrecht an der Universität Hannover gibt es nicht. Auch war Bettina Wulff laut Aussagen der Leibniz Universität zu keinem Zeitpunkt dort immatrikuliert. Somit kommen für diese Passage zwei Erklärungen in Frage. Die eine wäre für das Archiv wenig charmant, denn es implizierte einen gravierenden Fehler bei Munzinger. Die andere bedeutete, dass die von Munzinger übernommenen „Angaben durch das Bundespräsidialamt 2010“ mit oder ohne Absicht durch das Bundespräsidialamt selbst fehlerhaft formuliert worden sind.

Hochschule verheddert sich in widersprüchlichen Erklärungen

Als recht uneinheitlich erweist sich auch die Reaktion auf unsere eigene Anfrage an die Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. „Das Bundespräsidialamt gibt Ihnen gern Auskünfte über Art und Umfang des Studiums von Frau Wulff – bitte wenden Sie sich mit Ihrer Anfrage dorthin“, schrieb uns die Leiterin der Pressestelle, und: „Ich kann Ihnen keine Auskünfte über den Studienverlauf von Frau Wulff im IJK geben, da keine Dokumentation hierüber erfolgt“.

Was gestern noch nicht dokumentiert war, erscheint einen Tag später in einem ganz anderen Licht. „Auf Ihre Anfrage bezogen kann ich Ihnen offiziell bestätigen, dass Frau Bettina Wulff, ehemalige Körner, an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (ehem. HS für Musik u. Theater) im fraglichen Zeitraum durchgängig als Studentin im Diplomfach Medienmanagement eingeschrieben gewesen ist“, teilte uns die gleiche Pressechefin der Hochschule mit.

Man mag Bettina Wulff zu Gute halten, dass Sie fünf Jahre lang immatrikuliert war. Allein das sagt aber nichts aus. Um immatrikuliert zu bleiben muss man nämlich weder eine Prüfung bestehen, noch Scheine sammeln. Die rechtzeitige Bezahlung der jeweiligen Gebühren reicht aus, um sich für das Folgesemester einzuschreiben. Selbst das ist weder verwerflich, noch unmoralisch. Unzählige Studentinnen und Studenten verlängern ihr Studium auf diese Weise um mehrere Semester, weil sie nebenbei arbeiten müssen, um ihr Studium zu finanzieren.

Hätte also Bettina Wulff auf die Angabe verzichten müssen, fünf Jahre lang am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung immatrikuliert gewesen zu sein? Und hätte das Bundespräsidialamt die Formulierungen im Lebenslauf der First Lady ändern können? Zumindest auf die letzte Frage ist die Antwort einfach zu finden. Das Bundespräsidialamt kann – und sollte – einen weiteren Satz in der Vita von Bettina Wulff einfügen: „Kein Abschluss“. Das wäre die von Christian Wulff geforderte, 100-prozentige Transparenz. So aber wirkt ihr präsidialer Lebenslauf künstlich aufgebläht und wenig nachvollziehbar.

Ein Vorbild für all jene Menschen im Lande, die jahrelang studieren, eine Lehre absolvieren oder ein Handwerk erlernen, um dann ihren Abschluss zu schaffen, ist das nicht.


(2012-01-13)

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